

Veranstaltung Verkehr am 9. Mai 08 mit Wolfgang Stehmer MdL
Der Ortsvereinsvorsitzende Johannes Schmitt konnte eine kleine Zahl Interessierter, darunter auch Anwohner der Lärm- und Abgas geplagten Grabenstraße begrüßen.
Mit einer Darstellung der Ist-Situation vor Ort, d.h. vor allem die außerordentliche Belastung der Steige/Grabenstraße und der Hauptstraße in Unterriexingen , hat Johannes Schmitt seine Erläuterungen eingeleitet.
Durch den Gewerbegebietsgürtel Bietigheim-Sachsenheim-Sersheim-Vaihingen, alle nördlich von Markgröningen gelegen, hat die Verkehrsbelastung, besonders der Ortsdurchfahrt in Unterriexingen, stark zugenommen. In Markgröningen wird der größte Teil dieses Zubringerverkehrs nach und von Stuttgart durch die Ost-Umfahrung abgeleitet. Markgröningen leidet vor allem am LKW-Verkehr, der von der B10 abzweigt um die Engstelle in und vor Schwieberdingen zu umfahren. Diese Fahrzeuge queren Markgröningen vor allem über die Achse Steige/Grebenstraße/Münchinger Straße.
Die Feinstaubmessungen in der Grabenstraße lagen bis 21.4.08 bereits an 20 Tagen über dem gesetzlichen Höchstwert. Bei 35 Überschreitungen im Jahr, die im letzten Jahr weit überschritten wurden, ist dringend Handlungsbedarf angezeigt. Laut dem Landesinstitut für Umwelt, Messungen und Naturschutz in Baden-Württemberg liegen die Messwerte in Markgröningen an 4.Stelle im ganzen Land und werden nur noch von Stuttgart/Neckartor, Reutlingen/Ost und Leonberg/Grabenstraße übertroffen.(http://mnz.lubw.baden-wuerttemberg.de)
Wie können Abhilfen geschaffen werden?
Die SPD- Fraktion im Gemeinderat spricht sich gegen die Ausweisung als “Umweltzone” aus, da die Befürchtung besteht, dass dann keine weiteren Maßnahmen ergriffen oder angestrebt werden, die zu wirklichen Verbesserungen führen. In eine Umweltzone, (wie z.B. Ludwigsburg) dürfen nur Fahrzeuge einfahren, die eine der 3 Plaketten haben, bzw. die eine Sondererlaubnis besitzen. Wir gehen davon aus, dass sich so der LKW-Vekehr nicht wesentlich reduzieren läßt.
Die SPD-Fraktion und der Ortsverein fordern ein generelles Durchfahrtsverbot für Lastwagen in Markgröningen und Unterriexingen!
Der Flächennutzungsplan weist die L1141 (Abzweigung von B10, Bosch, Markgröningen, Unterriexingen, Richtung Sachsenheim) als Landstraße mit überregionaler Bedeutung aus, d.h. dass auch langfristig nicht mit einer Verkehrsreduzierung zu rechnen ist, zumal in Sachsenheim auch noch ein neues Baugebiet ausgewiesen wurde, das noch mehr Individualverkehr in Richtung Stuttgart erwarten läßt.
Neben den hohen Schadstoffen in der Luft leiden die Anwohner aber vor allem unter dem unerträglichen Lärm, den der Schwerlastverkehr mit sich bringt. Eine Anwohnerin konnte berichten, dass sie bis zu 60 LKW und ein vielfaches an PKW in 15 Min. gezählt hat. Andauernder Lärm ist ein hoher Streßfaktor, den die menschliche Psyche auf Dauer nicht verarbeiten kann. Lärm macht krank!
Ein wieterer Punkt der Verkehrsentlastung ist die Reduzierung des Individualverkehrs. Dies kann aus unserer Sicht nur durch die Reaktivierung der Bahnlinie Markgröningen-Ludwigsburg im ersten Schritt und eine Erweiterung in Richtung Schwieberdingen im zweiten Schritt, erreicht werden.
Eine noch nicht veröffentlichte Verkehrsstudie bescheinigt der Bahnreaktivierung eine hohe Attraktivität und sollte endlich in Angriff genommen werden.
Der geplante Enzabstieg vom Gewerbegebiet Eichwald in
Richtung Anbindung an die B10 über die Kreisstraße K 1685 Unterriexingen-Enzweihingen sollte zügig umgesetzt werden, zumal jetzt die Planung für die kreuzungsfreie Einmündung in die B10 vor Enzweihingen und die Umfahrung Enzweihingen laut einem Bericht in der LKZ vom 10.5.08 einen Schritt weiter ist.